Organisationsform

Unser Haus, alle Freiheiten

Der Aufbau unseres Wohnprojektes bleibt die ganze Zeit in unserer Hand. Die Mühle gehört zukünftig dem Verein und wir als Mitglieder entscheiden gemeinsam über alle Belange des Wohnprojektes, von grundlegenden Fragen zu Rechtsform und Finanzierung über die Gestaltung der Gemeinschaftsflächen bis hin zur Belegung freiwerdenden Wohnraums und unseren eigenen Regeln des Zusammenlebens.

Verein als Rechtsform

Die Rechtsform für unser Wohnprojekt soll Selbstverwaltung, Gemeinschaftseigentum und eine solidarische Finanzierungsstruktur ermöglichen. Unser Favorit ist der Verein, da sich die ideellen Ziele des Projektes in einer Vereinssatzung gut verankern lassen und diese Rechtsform für ein kleines Projekt gut handelbar ist. Der im November 2021 gegründete (noch) nicht eingetragene Verein „Honigkuchenmühle“ ist der Projektträger sowohl für die Planungsphase, als auch für die gemeinschaftliche Hausverwaltung ab 2023.

Finanzierung

Verein als Rechtsform in Kombination mit dem Erbbaurecht bildet eine Grundlage für ein nichtspekulatives Wohnprojekt. Das für den Ausbau und Kauf des Gebäudes benötigte Startkapital möchten wir durch Eigenanteile und Direktkredite stemmen, weitere laufende Kosten werden über Mieteinnahmen des Vereins gedeckt. Eine solidarische Finanzierungsstruktur soll die Einstiegshürde möglichst gering und den Eigenbeitrag flexibel halten. Wir orientieren uns an dem Prinzip des Mietshäuser Syndikats und erarbeiten Schritt für Schritt unser eigenes Finanzierungskonzept. 

Ideelle Ziele

Als zukünftige Bewohner*innen beteiligen wir uns aktiv an der Projektentwicklung und baulichen Umsetzung. So schaffen wir Wohnraum, der dem tatsächlichen Bedarf entspricht.

Art und Umfang des Zusammenlebens organisieren wir selbst. Wir verständigen uns über verbindliche Regeln des Miteinanders und halten diese in einer Satzung fest.

Wir verwalten unser Haus selbst, pflegen das Grundstück gemeinsam und regeln den Nachzug bei freiwerdenden Wohnungen intern.

Wir sind an einer dauerhaft gemeinschaftlichen Nutzung der „Honigkuchenmühle“ interessiert, die über den Planungshorizont der Gründungsgeneration hinausgeht. Deshalb sind wir dankbar, die Stiftung trias als Partnerin und Erbbaurechtsgeberin im Boot zu haben.

All diese Ziele lassen sich mit einem ideellen und ggf. sogar gemeinnützigen Verein als Träger des Wohnprojektes sehr gut vereinbaren. Welche Rechtsform es am Ende wird, entscheiden wir in den kommenden Wochen.

Erbbaurecht mit Stiftung trias

Wir arbeiten beim Aufbau unseres Wohnprojektes eng mit der Stiftung trias zusammen. Als gemeinnütziger Bodenträger vergibt die Stiftung trias ein Erbbaurecht über 99 Jahre an unsere Gruppe und sichert im Erbbaurechtsvertrag die von uns aufgestellten ideellen Ziele. Gemäß Satzung der Stiftung trias ist der Weiterverkauf des Grundstücks dauerhaft ausgeschlossen.

https://www.stiftung-trias.de

Begleitung durch Wohnprojektor UG, Weimar

Auf Empfehlung der Stiftung trias haben wir Sebastian Kirschner von der Agentur Wohnprojektor aus Weimar für die aktuelle Findungsphase hinzugezogen. Sebastian hat bei der Begleitung etlicher Wohnprojekte viel Erfahrung bezüglich Kennenlernprozesse, Gruppenaufbau und Trägerstrukturen gesammelt. Außerdem hilft er uns bei der anstehenden Wirtschaftlichkeitsberechnung und hat gute Kontakte zu wohnprojekt-affinen Banken, sollten wir diese brauchen.

https://www.wohnprojektor.de